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Über 6.000 Euro für wohltätige Zwecke

Vors. des Hospizvereins Gertraud Ertl und Dr. Irmgard Enders, Inhaberin der Vilstal-Apotheke
Vors. des Hospizvereins Gertraud Ertl und Dr. Irmgard Enders, Inhaberin der Vilstal-Apotheke

Geisenhausen. Firmen und Vereine denken in den Adventstagen an Menschen, denen es nicht so gut ergeht. Mit nennenswerten Geldspenden versuchten sie, den Initiativen kräftig unter die Arme zu greifen.

So ist es für das Baugeschäft Merli seit bereits 16 Jahren Tradition, Sissi Pöschl und ihren Verein „Ecuador – Licht und Schatten“ auch heuer mit 1.000 Euro zu unterstützen. Dazu sagen Elke und Mario Merli: „Das ist uns eine Herzensangelegenheit.“ Erstmals haben sie mit einer weiteren Spende über 500 Euro außerdem den Hospizverein Vilsbiburg bedacht. Dessen Vorsitzende Gertraud Ertl und Sissi Pöschl übernahmen in den Geschäftsräumen der Firma dankend die Geldbeträge und beschrieben, wofür die Summe verwendet wird (siehe Kasten).

In seiner ersten digitalen Vereinssitzung hat der Obst- und Gartenbauverein Geisenhausen beschlossen, 1.500 Euro für wohltätige Zwecke zu stiften: jeweils 500 Euro an den Verein „Ecuador – Licht und Schatten“, an den Vilsbiburger Hospizverein und an den Basar „Hilfe für Menschen in Not“, der vom Ehepaar Radspieler initiiert wird. Wie Vorsitzender Norbert Blankenburg bei der Geldübergabe sagte, habe sich der Verein das Soziale auf die Fahnen geschrieben. Erwirtschaftet wurde das Geld übrigens durch ehrenamtliche Arbeit an der Apfelsaftpresse. Auch Blankenburg überreichte die Kuverts an Ertl und Pöschl.

Dr. Irmgard Enders als Inhaberin der Vilstal-Apotheke spendete insgesamt 1.000 Euro statt der üblichen Geschenke an die Kunden und die Arztpraxen. 500 Euro gehen an den Hospizverein Vilsbiburg über dessen Vorsitzende Gertraud Ertl und weitere 500 Euro an das BRK-Seniorenheim Geisenhausen. Beide Einrichtungen, so Enders, würden das Geld gut für Dinge gebrauchen, die sie sich sonst nicht leisten könnten. In den Räumen der Apotheke überreichte sie den Scheck an Gertraud Ertl.

In Landshut hat Gabi Weinzierl Senior von der Metzgerei Brunner GmbH in der Äußeren Regensburger Straße 1.500 Euro an den Hospizverein Vilsbiburg übergeben. Die Spende stünde für die sonst üblichen Kundengeschenke, hatte es geheißen – übrigens ebenfalls schon eine Tradition der Metzgerei seit drei Jahren.

Eine gänzlich neue Idee hatte der Friseursalon Christine in der Bahnhofstraße verwirklicht: Dort hat man seit März keinen Corona-Aufschlag für die Desinfektion erhoben und dafür die Kunden gebeten, ihren Beitrag für einen guten Zweck in ein überdimensionales Sparschwein zu werfen. In der vergangenen Woche überreichte nun Inhaberin Christine Maier schließlich besagtes Sparschwein mit einem Inhalt von genau 801 Euro an Herwart Radspieler als Vertreter des Basars „Hilfe für Menschen in Not.“ Die Friseurmeisterin dankte ihrer Kundschaft für die Mithilfe und erklärte, die Sammelaktion laufe auch weiterhin fort.

Wohin geht das Geld?

Als Vorsitzende von „Ecuador – Licht und Schatten“ beschrieb Sissi Pöschl bei der Geldübergabe die Situation während der Corona-Pandemie in dem Land: „Unsere Kindergärten mussten schließen und wir versuchen, den Hunger der Menschen mit Reis und Mais einmal monatlich zu bekämpfen. Die Kinder sterben nämlich nicht an Corona, sondern an Unterernährung. Besonders schlimm ist es in der jetzigen Regenperiode, wo auch noch die Lehmhütten aufgeweicht werden. Die Straßenmärkte sind geschlossen, es gibt nichts zu arbeiten, nichts zu verkaufen und zu kaufen und keine staatliche Hilfe.“

Der Hospizverein, so Gertrud Ertl, beschäftigt am Wochenende von den Spendenbeträgen zwei zusätzliche Servicekräfte, die das Pflegepersonal entlasten und dringend benötigt werden. Außerdem werden von dem Geld zwei „Wunschköchinnen“ zweimal wöchentlich angestellt. Diese bereiten den Schwerkranken im Hospiz deren Lieblingsgericht zu und geben ihnen damit ein Gefühl von Heimat.

 

Zur Info:

Der Hospizverein Vilsbiburg musste wegen der Corona-Krise den Losverkauf heuer vorzeitig beenden. Es werden im Jugendzentrum JUZ in der Hauptstraße nur noch die Preise für die bereits verkauften Lose ausgegeben und zwar am Donnerstag und Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Der „Basar für Menschen in Not“ ist bis Weihnachten samstags von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr bei Radspieler in der Mozartstraße 19 geöffnet, außerdem nach telefonischer Anmeldung unter 08743/859.

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