Hospizverein unter neuer Führung - Brigitte Graßer als Vorsitzende verabschiedet.

vo.li. Jerry Valentin, Roswitha Knaus, Gertraud Ertl, Leonhard Hausperger, Rosmarie Binder
vo.li. Jerry Valentin, Roswitha Knaus, Gertraud Ertl, Leonhard Hausperger, Rosmarie Binder

Gertraud Ertl ist der Name der neuen Vorsitzenden des Hospizvereins. In seiner Mitgliederversammlung wählte man am Montagabend im Gasthaus Vilserwirt in Altfraunhofen eine teilweise neu besetzte Vorstandschaft. Dabei wurde auch die Satzung geändert: In Zukunft wird der Verein neben dem Vorsitzenden von zwei Stellvertretern geleitet.

Im Amt des Zweiten Vorsitzenden wurde Jerry Valentin nach sechsjähriger Tätigkeit bestätigt. Ihm zur Seite wurde neu als weitere Stellvertreterin Rosmarie Binder einstimmig gewählt. Ebenfalls in ihren Ämtern wurden Schatzmeister Christoph Kuglmeier und die beiden Kassenprüfer Leonhard Hausperger und Gabriele Wöcherl bestätigt. Neu wurde das Amt der Schriftführerin mit Roswitha Knaus besetzt. Die bisherige Vorsitzende Brigitte Graßer verabschiedete sich aus gesundheitlichen Gründen von ihrer Funktion, wie sie selbst erklärte. Durch die Versammlung führte Jerry Valentin zusammen mit Georg Lehrhuber, der die gut vorbereiteten Wahlen humorvoll leitete.

Für die Vorstandschaft gab Valentin den notwendigen Rechenschaftsbericht ab. Er erklärte, man müsse froh sein, überhaupt eine Mitgliederversammlung unter den Hygienebedingungen durchführen zu können. Die Vorstandschaft war mit Spendenübergaben und der Organisation von Kursen und Vortragsveranstaltungen gut beschäftigt. Allein die Weihnachtsaktion mit dem Adventsmarkt in Holzhausen und der Waldweihnacht in Geisenhausen habe über 30.000 Euro an Erlös in die Vereinskasse gespült. Valentin dankte besonders Gertraud Ertl und ihrer gesamten Mannschaft für das Engagement. 16.000 Lose mussten für diese Aktion per Hand gerollt werden.

Hospizbegleiter ausgebildet

In groben Zügen erklärte Leonard Hausperger für den erkrankten Schatzmeister, was mit den Spenden- und Fördergeldern im Verein geschieht. Um die Servicekräfte im Hospiz vor allen Dingen auch an den Wochenenden zu entlasten, hat der Verein zusätzliche Pflegekräfte eingestellt. Außerdem beschäftigt der Verein die Klinikclowns, um die Menschen im Hospiz und in den betreuten Pflegeheimen aufzumuntern. In die gleiche Kerbe schlagen die  Musiktherapie, die Kunst – und die Hundetherapie. Zweimal wöchentlich kommen die Wunschköchinnen ins Hospiz und erfüllen Essenswünsche der Bewohner. Hausperger verdeutlichte in Zahlen, wie sehr personalintensive Betreuung auf die Kosten durchschlagen. Weiter wurden unter anderem ein Wärmeschrank für Decken angeschafft oder besondere Krankentransporte finanziell übernommen.

Einen Teil der Arbeit im Hospiz und in den Pflegeheimen erledigen die ehrenamtlichen Hospizbegleiter. Sie sind im Haus gern gelitten und unterstützen den Pflegedienst tatkräftig. Dadurch können die Bewohner des Hospizes durch lebendige Angebote erfreut werden. Zur Arbeit der Ehrenamtlichen gehört auch die Trauerbegleitung der Hinterbliebenen mit Wanderungen, Kaffeerunden oder Malkursen. Auch die Fortbildung der aktiven Hospizbegleiter ist Sache der Vorstandschaft. So gab es Kurse in Erster und Letzter Hilfe und – vor der Corona-Zeit – ein gemeinsames Wochenende auf der Fraueninsel. In zehn Jahren, so wurde betont, habe man 100 ehrenamtliche Hospizbegleiter selbst ausbilden können. Wie der Kassenprüfer erklärte, seien die finanziellen Verhältnisse des Vereins geordnet, so dass die Vorstandschaft entlastet werden konnte. Mit persönlichen Worten verabschiedete sich die bisherige Vorsitzende Graßer. Valentin und die Mitarbeiter dankten ihr mit Blumen und einem Geschenkkorb.

Bildunterschrift:

Etwa dreißig Mitglieder waren zur Generalversammlung des Hospizvereins gekommen.

Als bisherige Vorsitzende verabschiedete sich Brigitte Graßer und erhielt von ihrem Stellvertreter Jerry Valentin einen Geschenk-korb.

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