Neuer Kurs ausgebildet

Wir freuen uns, dass am Samstag, den 09. November 2019 wieder eine Gruppe von elf Frauen ihre Teilnahmebe­stätigungen aus den Händen von Jerry Valentin, 2. Vorsitzender des Vereins, entgegennehmen konnten.

Seit Mitte Januar hatten sich die ursprünglich 13 Teilnehmenden an vier Terminen im Grundkurs mit der Geschichte und den Inhalten der Hospizarbeit in Deutschland beschäftigt. Mit einem gemeinsamen Wochenende Anfang April im Bildungs­haus in Altötting startete der Vorbereitungskurs mit nunmehr elf Frauen in die eigentliche Ausbildung. Darin beschäftigten sich die Kursteilnehmerinnen mit ihrer eigenen Biografie und ihren bisherigen Erfahrungen mit Sterben und Tod. Die Vermittlung von Wissen im Themengebiet Kommunikation wurde ganz praktisch durch ein zehnstündiges Besuchs­praktikum bei alten, noch nicht im Sterbeprozess befindlichen Menschen unterstützt.

Das zweite gemeinsame Wochenende im Juli, dieses Mal im Bildungshaus Armstorf, nahm die Kursteilnehmerinnen mit auf den Weg in die Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen in Bezug auf Tod und Trauer. Dabei konnten sie erahnen, wie wichtig und hilfreich eine gute Trauerbegleitung für Menschen nach einem großen Verlust sein kann. Der Sturm der dabei aufgekommenen Gefühle konnte zum Abschluss des Wochenendes mit einer ruhigen kreativen Gestaltungseinheit aufgefangen werden.

Zwischen diesen beiden Wochenenden und danach im Herbst des Jahres lagen jeweils Ausbildungssamstage und Abendveranstaltungen, so dass am Schluss mehr als 100 Unterrichtseinheiten absolviert wurden. Dabei wurde die Palliativstation in Landshut besucht, ein Bestattungshaus besichtigt, das Trauerhaus in Vilsbiburg in Begleitung aufgesucht und vor allem unterein­an­der Gedanken und Gefühle geteilt. Hospizarbeit ist nicht in erster Linie Wissen, sondern Haltung zur Würde des Menschen am Lebensende und Respekt vor ihm und seiner Einmaligkeit.

In den nächsten Wochen finden die Gespräche zwischen den Teilnehmerinnen und ihren Kursleitungen statt. Hier wird sich jede von ihnen die Frage stellen, ob sie die Zeit und Ruhe mitbringt, sich in Zukunft im Auftrag des Vereins in die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden im stationären Hospiz, den Altenheimen der Region und in Familien einzubringen.

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