Hohe Spendenbereitschaft

v.l. Hospiz.E.Bäumel, Wünscheköchin Pia Hausmann,  Vorstandsmitglieder G. Ertl u. J.Valentin
v.l. Hospiz.E.Bäumel, Wünscheköchin Pia Hausmann, Vorstandsmitglieder G. Ertl u. J.Valentin

Spende des Vilsbiburger Hospizvereins an das stationäre Hospiz Vilsbiburg

Bereits zum neunten Mal fand die Weihnachtsaktion des Vilsbiburger Hospiz Vereins als gemeinsames Projekt mit der Unterstützung vieler namhafter Unternehmer der Region statt. Unter der  Regie von Vorstandsmitglied Gertraud Ertl wurden jetzt die Spenden symbolisch an die Hospizleitung Erika Bäumel im Beisein einiger Begünstigter übergeben. Tatsächlich ist es aber so, da der Hospizverein das ganze Jahr über laufend spezielle Anforderungen im Hospiz finanziell unterstützt.

"Wunscheköchin"

Pia Hausmann und Birgitt Wermke, beide im Hospiz auf geringfügiger Basis angestellt, könnten ohne die Spendenmittel ihren Dienst an den Schwerstkranken im Hospiz nicht versehen. Während Hausmann einmal wöchentlich als „Wünscheköchin“ abends ins Hospiz kommt, um den Bewohnern mit ihren Kochkünsten ein Stück Normalität ins Leben zu bringen, ist Birgit Wermke im Wechsel mit einer weiteren Kollegin ausschließlich an Wochenenden und Feier­tagen im Haus. Sie entlasten die diensthabenden Pflegefachkräfte, indem sie ihnen zur Hand gehen, Telefon- und Türdienst machen und Zeit für Gespräche mit Angehörigen und Besu­chern haben.

Pia Hausmann kam durch persönliche Erfahrungen zu ihrem zusätzlichen Dienst: „Die Einrich­tung lernte ich durch meine Oma kennen, die im Hospiz verstarb. In dieser Zeit habe ich das Hospiz und seine Mitarbeiter liebgewonnen. Es war eine schwere und traurige Zeit, an die ich aber immer im Guten denke.“ Nach ihrer Einstellung zu diesem eher ungewöhnlichen Arbeits­ort befragt antwortet sie: „In meiner Haupttätigkeit arbeite ich an der Erdkinderschule Eber­har­ting als Montessori-Pädagogin. Mir gefällt die Möglichkeit, Menschen in unterschied­lichen Lebensphasen zu begegnen. Die Mischung aus medizinischer Betreuung, Respekt, Ach­tung und familiärer Atmosphäre macht diese Einrichtung so besonders.“

Wenn man Birgitt Wermke, die sich vor Jahren bereits als ehrenamtliche Hospizbegleiterin aus­bilden ließ, nach ihrer Einschätzung fragt, antwortet sie: „Mein Arbeitsplatz ist spannend, eine Herausforderung, es fordert die gesamte Person. Immer offen sein für neue Situationen. Der Sterbende ist derjenige, der den Weg und das Ziel vorgibt. Umso dankbarer bin ich, dass durch diese Aktion und Unterstützung der Firma Dräxlmaier diese Stelle geschaffen wurde und ich überall da, wo Hilfe gerade benötigt wird, mir Zeit nehmen kann.“

Adventsmärkte und Weihnachtsaktionen

Der Vilsbiburger HospizVerein unterstützt das Hospiz Vilsbiburg seit dessen Inbetrieb­nahme im Januar 2012. Die hohe Spendensumme der diesjährigen Weihnachtsaktion stammt von der DRÄXLMAIER Group Vilsbiburg, der Flottweg ES Seperation Technology Vilsbi­burg, dem Kinderhaus Blaubär Geisenhausen, dem Schmuck Richter und Ellinger Landshut und vielen anderen Spendern. Eine Online-Versteigerung der hochwertigen Sachpreise aus Einzelspenden, vor allem von kleineren Unternehmen in der Umgebung, innerhalb der DRÄXLMAIER Group Vilsbiburg erbrachte 6.000 €. Weitere Spenden von Privatpersonen wie Bastelartikel aus einer eigens für diese Aktion gegründeten Gruppe, selbstgemachte Mar­me­lade, Dekoartikel aus Holz oder handgestrickte Kostbarkeiten wurden als Preise an Losstän­den auf Weihnachtsmärkten in Neu­fraunhofen, Holzhausen und Geisenhausen ausge­geben. Die Einnahmen aus dem Losverkauf flossen ebenfalls in die Spendensumme ein und ermög­lichen damit auch 2019 zusätzliche Möglichkeiten in der Betreuung der schwerstkranken Bewoh­­ner des stationären Hospizes Vilsbiburg.

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