Gelungener Benefizabend mit Musik und Lesung

Mit sichtlicher Freude begleiteten Monika Schwarz (li) und Silvani Utami die Lesung mit ihrer Musik
Mit sichtlicher Freude begleiteten Monika Schwarz (li) und Silvani Utami die Lesung mit ihrer Musik

Am 1. Adventssonntag fand der mittlerweile zur Tradition gewordene Benefizabend für den Vilsbiburger HospizVerein e.V. im gutgefüllten Saal der Musikschule statt.

Begleitet von Monika Schwarz und Sylvani Utami am Flügel las der 2. Vorstand des Hospizvereins und Hospizseelsorger Jerry Valentin kluge Geschichten über die Weisheiten des Lebens. Die Zuhörer waren eingeladen, über ihr eigenes Leben nachzudenken. Die kostbarsten Sachen im Leben sind jene die nicht gekauft und nicht hergestellt werden können. Die Geschichte „Das Geheimnis der Zufriedenheit“ endete: „So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.“

Monika Schwarz und Sylvani Utami spielten im Duett, am großen schwarzen Flügel. Sie verstanden es das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Mit schwungvoller Klaviermusik mit Tänzen umrahmt von Johannes Brahms und Edvard Grieg begeisterten beide mit ihrem Können. Ruhige und meditative Charakterstücke von Maurice Ravel und Gabriel Fauré ergänzten ihr Repertoire.

Wenn schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihr Leben zurückschauen, dann fragen sie auch immer wieder nach den wichtigsten Dingen in ihrem Leben.

Am Schluss des Abends berichtete Jerry Valentin von den Anliegen der Hospizarbeit. Die verbleibende Zeit von schwerstkranken Menschen bis zum Ende mit Leben zu füllen, ist eine große Aufgabe. Der Hospizgedanke will das Sterben wieder in das Leben integrieren. Die Grundlage bildet die Wertevorstellung, die von der Ganzheit der Person ausgeht: von Körper, Seele und Geist. Der Schwerstkranke soll die Hilfe und Zuwendung erfahren, die er sich für diese unterschiedlichen Ebenen wünscht. Dieser Weg soll selbstbestimmt und würdig, seine Lebensqualität bis zuletzt so hoch wie möglich sein. Um diese Begleitung in dieser Lebensphase gut machen zu können, bedarf es einer fundierten Ausbildung und Begleitung unserer Ehrenamtlichen.

„Qualifizierte Aus- und Fortbildung unserer ehrenamtlichen Hospizbegleiter/innen kosten Geld, aber ist uns sehr wichtig. Auch werden unsere Mitarbeiter begleitet in Supervision und Teambesprechungen“, so Valentin.

Der Hospizverein unterstützt unter anderem auch das Stationäre Hospiz hier in Vilsbiburg und finanzieret die Mal,- Hunde-, Aromatherapie. Auch ist es dem Verein ein Anliegen, die hospizliche Begleitung auch in Altenheimen und ambulant in den Familien zu Hause anzubieten. In diesem Sinne wird die großzügige Spende des Abends von 860 € verwendet.

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